Evangelische Kirchengemeinde Wöllstadt

 

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Monatsspruch Dezember:

Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut.

Matthäus 2,10

Tageslosung:

 Neuigkeiten:

 

Mit viel Temperament in den Pfarrberuf gestartet

vlnr.: Pfarrer Norbert Braun, Dekan Volkhard Guth, Ilse Etzel, Nils Schütz, Simba Burgdorf, Propst Matthias Schmidt, Pfarrerin Rita Mick-Solle, Pfarrer Hans Hamrich, Klaus Schäfer und Christian Weise
vlnr.: Pfarrer Norbert Braun, Dekan Volkhard Guth, Ilse Etzel, Nils Schütz, Simba Burgdorf, Propst Matthias Schmidt, Pfarrerin Rita Mick-Solle, Pfarrer Hans Hamrich, Klaus Schäfer und Christian Weise

 

Langweilig dürfte es der evangelischen Kirchengemeinde Wöllstadt nicht werden mit ihrem neuen Pfarrer. Simba Burgdorf ist einer, der sprüht vor Begeisterung, wenn er von Gott erzählt. Seinen Beruf als Pfarrer sieht Burgdorf als Berufung. Er kann sich keinen besseren vorstellen. Er möchte die frohe Botschaft verkünden – auch den Kirchenfernen. Dabei legt er besonderen Wert auf lebendige Gottesdienste: „Aus unseren Gottesdiensten sollen Menschen fröhlicher rauskommen, als sie reingegangen sind," findet der Theologe. Das ihm das gelingen kann, hat der junge Theologe bereits unter Beweis gestellt. Etwa als Gewinner eines Predigt Slam Wettbewerbs. Oder im Spezialvikariat, als er bei der Landesgartenschau in Schwalbach die Lichtkirche betreute.

 

Geboren wurde Jonathan Simbarashe Burgdorf in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe. Dort arbeiteten seine Eltern als Lehrer in einem Hilfsprojekt. In der Sprache der Shona, einem Volk im südlichen Afrika, bedeute „Simbarashe" so viel wie „Gottes Kraft." Von vielen wird er Simba" genannt. „Mit dem König der Löwen habe ich allerdings nichts zu tun," lacht Burgdorf. Nachdem die Eltern aus Afrika zurückkamen, zog die Familie nach Braunschweig. Seine Eltern seien sozial und politisch sehr engagiert gewesen, hatten aber mit Glauben und Kirche wenig Berührungspunkte, berichtet der 28-Jährige. Sein Vater verstarb, als Simba sechs Jahre alt war. „In dieser Zeit spürte ich sehr deutlich, dass Gott für mich da ist." Diese Erfahrung war für ihn tragend. Mit 14 Jahren bekam er Kontakt zu einer Freikirche. Dort gefiel ihm vor allem die moderne Form der Gottesdienste und die Musik. Während seines Theologiestudiums in Marburg arbeitete Burgdorf als Redakteur beim Evangeliums-Rundfunk in Wetzlar. Beim Jugendkanal Cross Channel hatte er eine eigene Sendung zu biblischen Themen. Theologisch fühlt er sich mittlerweile in der Landeskirche besser aufgehoben. „Man muss nichts tun, um von Gott angenommen zu werden," ist er überzeugt. Auch traditionelle Gottesdienstformen seien für viele Mitglieder wichtig. „Sie sind gewissermaßen das Markenzeichen der Kirche."

 

Bevor er seine Pfarrstelle in Wöllstadt antrat, war Simba Burgdorf war ein halbes Jahr Vertretungspfarrer in Rendel, wo er mit seiner Frau, Pfarrerin Nadia Burgdorf und seiner Tochter Leontien auch weiterhin im Pfarrhaus wohnen wird. Am Samstag wurde er von Propst Matthias Schmidt zum Pfarrer der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ordiniert. „Sie bekommen einen wirklich engagierten jungen Pfarrer, der anschauliche Predigten hält," sicherte Schmidt der Gemeinde zu. In seiner Predigt über Jesaja 35 stimmte Burgdorf seine Gemeinde darauf ein, dass Neues nur dort entstehen könne, wo Altes wegfallen dürfe. In der Bibel sei oft von Wüstenzeiten die Rede. „Gerade in diesen Zeiten kann etwas Neues aufblühen," so Burgdorf.

 

Durch die Ordination ist Pfarrer Burgdorf nun ganz offiziell zum Dienst in der Kirche berufen, er darf taufen, das Abendmahl spenden, konfirmieren, trauen und beerdigen. Die Einführung des neuen Pfarrers lockte zahlreiche Menschen in den festlichen Gottesdienst und den anschließenden Empfang im Gemeindehaus. „Die Wetterau ist ein gesegnetes Land" sagte Dekan Volkhard Guth zur Begrüßung des jungen Pfarrers und überreichte ein Buch über den Lutherweg, der auch durch Nieder-Wöllstadt führt.

Text u. Bild: Claudia Pfannemüller - Dekanat Wetterau

 

KIrchenpräsident Dr. Volker Jung
KIrchenpräsident Dr. Volker Jung

Licht in der Dunkelheit
Gedanken zum Advent von Kirchenpräsident Dr. Volker Jung

 

Wenn die Tage dunkler werden, wird die Sehnsucht nach Licht
größer. Viele Menschen zünden in dieser Zeit gerne Kerzen an –
auf Adventskränzen, auf Tischen und Fensterbänken. Ich mag diese
Zeit. Manchmal schaue ich einfach ins Kerzenlicht und hänge
meinen Gedanken nach.
Ich werde dann auch trübsinnig, wenn ich daran denke, dass viele
Menschen um ihr Leben fürchten. Weil sie krank sind und nicht
wissen, ob sie wieder gesund werden. Weil sie vielleicht daran denken, dass das bevorstehende
Weihnachtsfest vielleicht ihr letztes ist. Manchmal frage ich mich, wie es Menschen
geht, die Tag für Tag fürchten, ihr Leben zu verlieren, weil um sie herum ein Krieg tobt. Oder
was in Menschen vorgeht, die sich mit Gedanken herumquälen, ob sie bleiben oder fliehen
sollen. Ich denke an Menschen, die in ihrem Leben Schreckliches erlebt haben.
In diesem Jahr denke ich auch an die Gespräche mit ehemaligen Heimkindern. Es ist ganz
furchtbar, wenn Menschen als Kinder und Jugendliche so Schlimmes erleben müssen, dass
ihr Grundvertrauen zutiefst erschüttert ist.
Ein Blick in die Kerze in dunkler Zeit erfüllt mich aber zugleich auch immer wieder mit Hoffnung.
Die Kerze steht eben auch für das Licht in der Dunkelheit. Ich habe mir in diesem Jahr
vorgenommen, in der Advents- und Weihnachtszeit besonders über einen Satz nachzudenken:
„Das Licht scheint in der Finsternis, aber die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“ Die
Worte stehen ganz am Anfang des Johannesevangeliums.
In ihnen sind zwei Gedanken miteinander verbunden. Der eine: Gott hat Licht in seine
Schöpfung hineingegeben. Ohne Licht gibt es kein Leben. Der andere: In die Dunkelheit der
Welt hat Gott seinen Sohn, Jesus Christus, hineingeboren. Mit seiner Geburt und seinem
Leben ist eine Botschaft verbunden: Die Dunkelheit wird nicht siegen, auch nicht die Nacht
des Todes. Deshalb: Fürchtet euch nicht!
Das Johannesevangelium hebt einen Gedanken hervor: Menschen orientieren sich nicht am
Licht. Sie lassen Dunkelheit über sich herrschen. Und sie machen oft die Dunkelheit noch
größer. Dabei gibt es göttliches Licht. Das Kind, dessen Geburt wir Weihnachten feiern, hat
einmal gesagt: „Glaubt an das Licht, solange ihr’s habt, damit ihr Kinder des Lichtes werdet.“
Ein Blick in die Kerze – ich erkenne, wie dunkel es manchmal in der Welt ist. Aber ich schaue
ins Licht. Ich bitte darum, dass Gott mir zeigt, was ich tun kann, damit es heller wird, wo
Dunkles Leben verfinstert. Und ich bitte darum, dass Gott Licht in meinem Herzen aufleuchten
lässt und in meinen Gedanken.
Ich wünsche Ihnen eine schöne, gesegnete, erleuchtete Advents- und Weihnachtszeit!


Ihr Volker Jung



Liebe Gemeinde Wöllstadt,

 
Ich bin Simba Burgdorf, ab 01. Dezember Ihr neuer Pfarrer und ich freue mich, dass ich mich auf diesem Wege schon einmal vorstellen kann. Wie kann ich Ihnen vermitteln, wie sehr ich mich auf die Zeit ab dem Advent in Wöllstadt freue?
2006 stand ich bei 35 Grad im Schatten auf dem Hollywoodboulevard in Los Angeles (USA). Zu meinen Füßen kochten die berühmten Sterne der Film und Musikstars im Asphalt und ich stand in einer schier endlosen Warteschlange. Um meinen Hals hatte ich ein Exklusiv- Ticket zur Weltpremiere des Films „Fluch der Karibik 2“. Über zwei Stunden stand ich dort in der Schlange, die sich alle fünf Minuten drei Schritte nach vorne bewegte. Um uns herum waren die Fassaden der Kinos hell mit den Postern des Films angestrahlt, die Leute in Piratenkostümen unterhielten und spekulierten über den Inhalt des Films und Lautsprecher spielten aus den Fenstern der Kinos bereits die Titelmusik. Die Erwartungen waren riesig und schon vor der ersten Minute des Films hatte ich das Gefühl bei einem gigantischen Erlebnis dabei zu sein.
An dieses Gefühl muss ich immer zurück denken, wenn ich an meine „Wartezeit“ bis zu meiner ersten Pfarrstelle denke.
Seit 2008 studierte ich Evangelische Theologie in Marburg. Seit 2015 war ich im Vikariat in drei kleinen Gemeinden in Hünstetten nahe Limburg. Seit Juni 2018 arbeite ich als Vakanzvertretung in den Gemeinden Rendel und Bad Vilbel Heilsberg. Unzählige kleine Schritte, Examina, Prüfungen, Praxistests und vor allem Warten, Warten, Warten auf den Advent 2018.
Und nun starten wir gemeinsam in das Kirchenjahr 2019, beginnend mit dem Advent und Weihnachten 2018. Für mich bedeutet das vor allem: Endlich lerne ich Sie kennen. Einige Infos über sie als Kirchengemeinde habe ich schon erfahren. Mit einigen aus dem KV stehe ich bereits in der Warteschlange, unterhalte mich über mögliche Inhalte und teile die Vorfreude.
Und damit Sie die gleiche Chance haben, hier ein kleiner „Trailer" von dem, was Sie mit mir erwarten wird:
Ich bin in Zimbabwe geboren. Meine Eltern arbeiteten dort in einem Hilfsprojekt als Lehrer. Der Häuptling des afrikanischen Stammes der „Shona“ nannte mich „Simbarashe“, was so viel bedeutet wie „Gottes Kraft“ - wohl weil er noch nie ein weißes Baby gesehen hatte.
Aufgewachsen bin ich in Braunschweig, bis ich zum Studium nach Marburg ging, wo ich meine jetzige Frau Nadia Burgdorf (ab 1.12. Pfarrerin in Rendel) kennenlernte. Gemeinsam haben wir eine Tochter Leontien (2 Jahre). Seit meinem zweiten Semester habe ich beim Evangelischen Rundfunk gearbeitet, wo ich Sonntags meine eigene Sen-dung zu Themen der Bibel hatte.
In meiner Freizeit habe ich Freude an üblichen Dingen: Lesen, Freunde treffen, entspannen, Netflix... und unüblicheren Dingen: u.a. Musik machen, Teilnahme an Poetry/Preacher Slams und Longboarding.
All diese Dinge haben mich - Schritt für Schritt - näher an unseren gemeinsamen Start ins Kirchenjahr 2019 gebracht. Ich freue mich auf tiefgründige, unterhaltsame und lebensnahe Gottesdienste; fröhliche und tröstende Besuche; lebensbejahende Kasualien und vielfältige Gespräche mit Ihnen. Ich hoffe, dass Sie sich schon genauso auf die Premiere freuen, wie ich und wünsche Ihnen bis dahin Gottes Segen!
 

Ihr Pfarrer,
Simba Burgdorf










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